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Mittendrin statt nur dabei!

21.06.2018 – Das Netzwerk Mitte trifft sich zum dritten Mal.

Die zehn LiGa-Schulteams des Netzwerks Mitte kamen am 28. und 29. Mai 2018 bei strahlendem Sonnenschein zu ihrem dritten regionalen Netzwerktreffen in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg zusammen. Neben der Weiterarbeit an ihren individuellen Projektvorhaben, nutzten sie die Chancen um Zwischenbilanz zu ziehen und sich die eigenen Erfolge bewusst zu machen.

Christoph Ganzke, LiGa-Beauftragter (abgeordnete Lehrkraft am staatlichen Schulamt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf) und Lehrer an der Hinterlandschule in Steffenberg berät die Schulen aus dem Netzwerk regelmäßig zu ihren individuellen Anliegen. Baumaßnahmen zur Anpassung an die Ganztagsangebote, deren Verzahnung mit dem Regelunterricht sowie die konkrete Umsetzung von Lernzeiten und die damit einhergehende Anpassung der Rhythmisierung sind nur einige der Themen, welche die Schulen aktuell bearbeiten. In der Diskussion wurde ein weiteres Mal deutlich, wie vielfältig und umfassend die Veränderungsprozesse und Möglichkeiten der Umsetzung an den Schulen sind. Das Entwicklungsvorhaben stellt somit oftmals nur eines von vielen Projekten dar. 

Methodischer Input

Nach dem Rückblick und einer allgemeinen Bilanzierung erhielten die Schulteams einen methodischen Input zum Thema „Motivation“ durch den Netzwerkmoderator Rainer Krüger. Die Lehrkräfte diskutierten anschließend im Schulteam, wie sie sich selbst und andere motivieren können und wie sich das positiv auf den LiGa-Veränderungsprozess auswirken kann. Besonders in den Bereichen „Dürfen“ (Autonomie) und „Wollen“ (mehr Sinnhaftigkeit) gibt es aus Sicht der Schulteams besondere Einflussmöglichkeiten.

Anschließend erhielten die Schulteams die Möglichkeit, an ihren Projekten zu arbeiten und die Projektfahrpläne weiterzuentwickeln und zu prüfen. Dabei schätzten sie insbesondere die Möglichkeit, die Projekte auch außerhalb des stressigen Schulalltags und in angenehmer Atmosphäre voranzubringen.

In einer weiteren Arbeitsphase mit den Tandem-Lernpartnerschaften lag der Fokus auf den Gelingensbedingungen von Transferprozessen innerhalb der Schulgemeinschaft. Dabei tauschten die Teilnehmenden ihre Erfolgsgeschichten aus und arbeiteten ihre Ergebnisse zu fördernden beziehungsweise hindernden Faktoren aus.

Kurs setzen auf eine neue Lehr- und Lernkultur

Die Bertha-von-Suttner-Schule ist eine integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Mörfelden-Walldorf mit mehr als 1.800 Schülerinnen und Schülern – von hochbegabt über verhaltensauffällig bis hin zu lernschwach. In einem über mehrere Jahre andauernden Prozess widmet sich die Schule der Anbahnung einer systemrelevanten Lehr- und Lernkultur.

In dem Impulsvortrag durch Frau Zielsdorf (Koordinatorin für Unterrichtsentwicklung) und Herrn Krug (Lehrperson) erfuhren die Schulteams, welche Schritte die Schule innerhalb der Trias Unterrichtsentwicklung, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung gegangen ist, welche Kurskorrekturen unterwegs vorgenommen wurden und wie der weitere Fahrplan aussieht. Gleichzeitig haben die Teilnehmenden das Unterrichtsmodell „SegeLn“ (Selbstgesteuertes Lernen) exemplarisch erprobt, welches im Zentrum ihres Entwicklungsprozesses steht.

Innerhalb der Arbeitsphase haben die Schulteams die Möglichkeit erhalten, ihren individuellen Steckbrief auszufüllen. Dieser wird von allen teilnehmenden LiGa-Schulen aus den fünf Bundesländern erstellt. Neben der Nutzung für die eigene Öffentlichkeitsarbeit kann die Sammlung als Recherche-Grundlage für Hospitationen und Austauschnetzwerke dienen.

Abschluss und Ausblick

Zum Abschluss bekamen die Schulteams ein Plakat, das die Kommunikation der Projektvorhaben und aktueller Aktivitäten innerhalb der Schulgemeinschaft erleichtern soll. Es kann individuell gestaltet und genutzt werden. Als nächstes Schwerpunktthema für das kommende Netzwerktreffen am 30./31. August legten die Teilnehmenden das Thema „Organisation von Konferenzen“ (Agenda und Struktur) fest.

Die regionale Programmkoordination bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern trotz aktueller hoher Belastung durch die Abiturprüfungen und dem kurzen hessischen Schuljahr herzlich für die konstruktive und zielführende Zusammenarbeit und wünscht den Schulteams erholsame und sonnige Sommerferien.

k