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Hessen

„LiGa – Lernen im Ganztag" in Hessen

ZIEL

Ziel des Programms ist es, die Qualität an Ganztagsschulen in Hessen weiterzuentwickeln. In Zusammenarbeit mit schulfachlichen Dezernentinnen und Dezernenten aus Staatlichen Schulämtern schaffen die ganztägig arbeitenden Schulen verbesserte Strukturen und Angebote für individualisiertes Lernen. Vor allem benachteiligte Kinder und Jugendliche sollen davon profitieren. Dabei geht es nicht nur um eine veränderte Unterrichtskultur und die Gestaltung von Lernzeiten. „LiGa Hessen“ nimmt auch die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung und der sozialen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den Blick. Lehr- und Lernprozesse sollen im Sinne einer ganzheitlichen Bildung weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen zu den Zielen von „LiGa – Lernen im Ganztag“ finden Sie hier.

ZIELGRUPPE

Insgesamt sind in Hessen 30 ganztägig arbeitende Schulen mit Sekundarstufe I beteiligt. Dazu zählen sowohl Kooperative als auch Integrierte Gesamtschulen sowie Gymnasien, Haupt- und Realschulen. Sie kommen aus sechs Schulamtsbezirken:

  • Landkreis Kassel und Stadt Kassel
  • Landkreis Marburg-Biedenkopf
  • Landkreis Gießen und Vogelsbergkreis
  • Landkreis Groß-Gerau und Main-Taunuskreis
  • Landkreis Darmstadt-Dieburg und Stadt Darmstadt
  • Landkreis Bergstraße und Odenwaldkreis


Aus den Schulamtsbezirken nehmen insgesamt zehn Dezernentinnen und Dezernenten an dem Programm teil. 


ANGEBOTE

1. Schulische Entwicklungsnetzwerke

Die 30 Schulen verteilen sich auf drei regionale schulische Entwicklungsnetzwerke, in denen sie an ihren eigenen Entwicklungsvorhaben arbeiten. Im Rahmen eines strukturierten Austauschs erhalten sie Feedback zu ihren Projekten, nach Bedarf fachliche Inputs sowie Beratung in Schulentwicklungsfragen und die Möglichkeit, neue Handlungsmuster auszuprobieren.

Beim halbjährlich stattfindenden regionalen Netzwerktreffen werden sie dabei unterstützt,

  • den Ist-Stand zu analysieren,
  • ihre Projektziele klar zu formulieren,
  • Lösungsvarianten zu erarbeiten,
  • die Umsetzung schrittweise zu planen,
  • den Prozess und das Erreichte auszuwerten,
  • die Verstetigung ihrer Neuerungen zu sichern.


2. Unterstützung für Schulleitung und Schulaufsicht

Schulleitungen erhalten Unterstützung, um ihre Leitungs- und Steuerungsaufgaben, insbesondere im Bereich der Unterrichtsentwicklung, auszubauen. Initiieren, Inspirieren, Koordinieren, Beraten und Begleiten – diese Fähigkeiten sind notwendig, um gemeinsam mit den Lehrkräften und dem weiteren pädagogischen Personal kompetenzorientierte und individualisierende Lernsettings in Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten für die gesamte Schule zu gestalten.

Schulfachliche Dezernentinnen und Dezernenten erhalten Angebote zur Qualifizierung im Bereich Beratung, Personal- und Teamführung sowie Gesprächsführung. Ebenso werden fachliche Inputs zu Methoden, Instrumenten und Indikatoren für individualisiertes Lernen angeboten. Schulübergreifend kann dadurch ein komplexes Bild entwickelt werden, wie individualisiertes Lernen zielgerichtet gestaltet und unterstützt werden kann – insbesondere durch die Verbindung von Unterricht und Angeboten im Rahmen schuleigener Ganztagskonzepte.


HANDLUNGSFELDER

Ausgehend von ihren konkreten Herausforderungen und Interessen entwickeln die teilnehmenden Schulen in Netzwerken eigene Projektideen, die sie selbstbestimmt planen und umsetzen. Die Projekte zielen darauf ab, das individualisierte Lernen zu unterstützen und den Ganztag kompetenzorientiert und persönlichkeitsstärkend zu gestalten.

Für die Schul- und Unterrichtsentwicklung ergeben sich im Rahmen von „LiGa Hessen“ drei Handlungsfelder:

  • Entwicklung der Selbstlernkompetenz: „Lernen lernen“, selbstorganisiertes Lernen
  • Umgang mit Diversität: zielgruppen-/anforderungsspezifische Förderung, Binnendifferenzierung im Unterricht
  • Rhythmisierung als Fördermaßnahme: Vernetzung von Vor- und Nachmittag bzw. Unterricht und Angeboten; freie und /oder festverplante Lernzeiten/Lerngelegenheiten

Auf der Basis von Projektvorschlägen einzelner Schulen ist ein Modell entstanden, das die möglichen Handlungsfelder und Themen veranschaulicht. Jede Schule wählt eines oder mehrere dieser Themen aus, zu denen sie ein schulisches Entwicklungsprojekt durchführt: