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Sachsen-Anhalt

„LiGa – Lernen im Ganztag" in Sachsen-Anhalt

ZIEL

Das Programm „LiGa – Lernen im Ganztag“ in Sachsen-Anhalt unterstützt Schulen dabei, ihre Qualität weiterzuentwickeln und neue Ansätze für individualisiertes Lernen zu erproben. Dabei gehen Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleitungen sowie schulfachliche Referentinnen und Referenten neue Wege in ihrer Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Qualitätsentwicklung.
Weitere Informationen zu den Zielen von „LiGa – Lernen im Ganztag“ finden Sie hier.

ZIELGRUPPE

Insgesamt nehmen 78 Schulen am Programm teil. Im Fokus stehen Schulen der Sekundarstufe I (Förderschulen, Sekundarschulen, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien) – insbesondere Ganztagsschulen und Schulen mit unterrichtsergänzenden Angeboten. Darüber hinaus nehmen auch Grundschulen am Programm teil.

Seitens der Schulaufsicht arbeiten 23 schulfachliche Referentinnen und Referenten im Programm LiGa Sachsen-Anhalt mit.

ANGEBOTE

1.    Schulische Entwicklungsnetzwerke

In fünf regionalen Schulentwicklungsnetzwerken erhalten die teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen sowie von- und miteinander zu lernen. Lehrkräfte, Schulleitungen und ihre schulfachlichen Referentinnen und Referenten erarbeiten in Teams Konzepte für eine systematische und zielorientierte Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Die Netzwerke ermöglichen zudem einen Austausch zu Steuerungs-, Entwicklungs- und Implementierungsfragen an den Schnittstellen von Schulaufsicht, Schulleitung und einzelschulischen Projektverantwortlichen. Dabei sollen Schulnetzwerke als nachhaltige Formate für die Schulentwicklung im Land aufgebaut und etabliert werden. Dafür qualifiziert das Programm „LiGa – Lernen im Ganztag“ Landesbedienstete für Netzwerkmanagement und Netzwerkmoderation.

2.    Führungskräfteakademie

Die Führungskräfteakademie ist integraler Bestandteil der Qualifizierungsangebote für alle Schulleitungsmitglieder und schulfachlichen Referentinnen und Referenten, die am Programm teilnehmen. Die dreitägige Veranstaltung findet halbjährlich statt. Die Akademie setzt im Themenfeld „Steuerung der Individualisierung und Differenzierung des Lernens“ an. Sie bietet Raum für den fachlichen Austausch und die gemeinsame Auseinandersetzung mit Steuerungsfragen rund um die Implementierung von Projekten zum individualisierten Lernen.

Im Rahmen der Führungskräfteakademie werden in jedem Jahr thematische Schwerpunkte gesetzt:

  • 2016 – „Steuerung individualisierter Lernprozesse“
  • 2017 – „Steuerung von Prozessen digital-vernetzten Lernens“
  • 2018 – „Steuerung von Prozessen der Begabtenförderung und Talententwicklung“


3.    Qualifizierung der Schulaufsicht

Im Fokus des Qualifizierungsprogramms für schulfachliche Referentinnen und Referenten steht die Beratung als ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Schulaufsicht. Hier können die Teilnehmenden zum einen ihr methodisches Know-how weiterentwickeln und zum anderen lernen sie, ihre eigenen Beratungskompetenzen zu erkennen und zu stärken. Die Qualifizierung ist klar an den Anforderungen der schulfachlichen Arbeit in Sachsen-Anhalt ausgerichtet. Sie hat einen direkten Praxisbezug, um die Anwendung im schulischen Kontext aufzuzeigen. Es werden schulformübergreifende systemische Beratungsansätze vorgestellt und erprobt, welche den Fokus stärker auf die Schule als Gesamtheit richten. Die Netzwerkarbeit im Programm ist dabei fester Bestandteil des Qualifizierungsprogramms.

HANDLUNGSFELDER

Individualisierung durch digital-vernetztes Lernen

Für LiGa-Schulen in Sachsen-Anhalt ist das digital-vernetzte Lernen ein wichtiges Entwicklungsfeld. Das Schwerpunktthema für das Jahr 2017 lautet daher „Individualisierung durch digital-vernetztes Lernen“.

Netzwerkübergreifende Fachimpulse und Schulbesuche zeigen den Teilnehmenden die vielfältigen Möglichkeiten auf, die das digital-vernetzte Lernen für eine individualisierte Lernkultur bietet:

  • Lernen und Lernprozesse sichtbar machen,
  • Selbstreflexion im eigenverantwortlichen Lernen vereinfachen,
  • effizienter individuelle Rückmeldungen geben können (Feedback, Leistungsbewertung, kollaborative Diagnostik im multiprofessionellen Team),
  • personalisierte Lernumgebungen gestalten,
  • individualisierte Lernorte ermöglichen („Mobiles Lernen“),
  • kooperatives Arbeiten erleichtern,
  • Zugang zu neuen Lernfeldern ermöglichen,
  • individualisiertes Lehren durch passendes Material für unterschiedliche Lehrkräfte stärken.

Auch die Führungskräfteakademie 2017 „Schule führen – Fokus: Steuerung von Prozessen digital-vernetzten Lernens“ widmet sich diesem Thema. Hier können beispielsweise folgende Fragestellungen aufgegriffen werden:

  • Wie kann eine pädagogische-didaktische Umsetzung der Digitalisierung und Vernetzung von Unterricht und Schule aussehen? Welche Möglichkeiten für eine individualisierte Lernkultur sind damit verknüpft? Wie sieht eine adäquate lernförderliche Lernumgebung aus? Welche Herausforderungen für die Steuerung schulischer Entwicklungsprozesse sind damit verbunden?
  • Wie können Zuständigkeiten in den Kollegien strukturiert werden? Welche Rolle könnten beispielsweise Schülermedienscouts einnehmen?

Ein weiterer Fokus der Führungskräfteakademie liegt auf dem Erfahrungsaustausch. Daraus können die Teilnehmenden Ansätze für ihre eigene und die regionale Schulentwicklung ableiten, wie etwa „Bring Your Own Device“, digital-vernetzte Unterrichts- und Schulorganisation oder notwendige Qualifizierungen des Schulpersonals im Bereich der digitalen Bildung.