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Schleswig-Holstein

Konflikte als Motor

Während der inzwischen sechsten Akademie am 22. März 2018 in Kiel widmete sich die Schulaufsicht ganz dem Thema Konfliktbearbeitung und Konfliktmoderation.

Konflikt- und Problembearbeitung gehören zu den Alltagsaufgaben von Schulaufsicht. Dabei sitzt die Schulaufsicht in ihrer Funktion zwischen den Stühlen – als Mittlerin in Konflikten. Nicht selten gerät die Schulaufsicht aber auch zwischen die Fronten. Beide Parteien wollen dann die Schulaufsicht auf ihre Seite ziehen: der Referent Detlef Kölln nennt es das Beratungs(teufels)dreieck. Er gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im letzten Teil der Fortbildungsreihe „Systemische Beratung“ Tipps für den richtigen Umgang mit den Tücken und Schwierigkeiten der Konflikt- und Problembewältigung.

Einsatz des sogenannten Systembretts

Dabei kam auch das in der letzten Akademie eingeführte Systembrett zum Einsatz, mit dem beispielhaft reale Konfliktsituationen systemisch aufgestellt wurden. Die Teilnehmenden erfuhren, wann sie als Führungskraft (an die Konflikte von außen herangetragen werden) in welcher Rolle als Konfliktberatende oder Konfliktmoderierende gefragt sind bzw. wann eine Konfliktregelung in Erwägung gezogen werden muss.  Für Konfliktberatung, Konfliktmoderation und Konfliktregelung lernten sie die besonderen Anforderungen und Voraussetzungen kennen und erhielten Hinweise, die die Arbeit im Rahmen der Konflikt- und Problembearbeitung erleichtern. In Rollenspielen und mit Unterstützung eines Leitfadens probierten die Teilnehmenden das erlernte Handwerkzeug aus.

Konflikte sind alltäglich

Das Konflikte im beruflichen Umfeld alltäglich und Veränderungs- und Entscheidungsprozesse nach aller Erfahrung in der Regel mit Konflikten verbunden sind, darin waren sich die Teilnehmenden einig. Im Verdeutlichen und Klären von Konflikten liegt ein konstruktives Potential. Die konstruktive Bearbeitung und der richtige Umgang mit Konflikten sind Motor für die Weiterentwicklung. Auch in Organisationen wie Schule können Konflikte Anlass und Motor von Dynamik und Weiterentwicklung sein, wenn so mit ihnen umgegangen wird, dass die Beteiligten trotz der damit einhergehenden Spannungen handlungs- und kommunikationsfähig bleiben und das Potenzial nutzen können, das Konflikte beinhalten.

Referent: Detlef Kölln, u.a. pädagogischer Supervisor, Coach, Konfliktmoderator und geschäftsführender Direktor im Direktorium der Advanced Studies Association.