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16 Länder unter einem Dach: Ganztagsschulkongress in Berlin

Berlin, 27. September 2017. Individuelles Lernen an Lerntheken, digitalisiertes Lernen mit Open-Source-Lernsticks und soziales Lernen im Klassenrat: Auf dem Ganztagsschulkongress 2017 stellen ausgewählte Ganztagsschulen und Partner aus allen Bundesländern ihre guten Beispiele vor. Der Ganztagsschulkongress am 27. und 28. September im Berliner Umweltforum steht unter dem Motto „Individuell, digital, sozial – Bildung gestalten in der Ganztagsschule“. Denn heute geht es längst nicht mehr darum, ob wir Ganztagsschulen brauchen, sondern darum, wie wir ihre Qualität gestalten.
 
Wie sehen also gute Ganztagsschulen aus, in denen alle Schülerinnen und Schüler optimal auf die Welt von morgen vorbereitet werden? Hierzu beraten über 300 Expertinnen und Experten aus Ganztagsschule, Bildungsverwaltung und Wissenschaft. Der Kongress umfasst Vorträge, Workshops und einen „Maker Space“: Hier probieren die Teilnehmenden an sieben Stationen digitales Lernen selbst aus. Sie erstellen Lernvideos im Legetrick-Format, beleuchten mithilfe einer Platine das Thema Mobbing und programmieren einen Code, der die Menschheit nach Utopia bringt.

Als Wissenschaftlerin ist Prof. Jutta Allmendinger mit dabei. Sie sagt: „Um soziale Ungleichheit abzubauen, braucht jedes Kind die Möglichkeit, eine gute Ganztagsschule zu besuchen. Das sind Schulen, die neue Ansätze nutzen und Kinder und Jugendliche individuell fördern. Das sind Schulen, in denen auch emotionale und soziale Kompetenzen gefördert werden. Das sind Schulen, in denen soziale Verantwortung und Demokratie ein fester Teil des täglichen Miteinanders sind.“

Der Ganztagsschulkongress wird veranstaltet durch die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Geschäftsführerin Dr. Heike Kahl sagt: „Unsere Gesellschaft braucht gute Ganztagsschulen. Diese Qualität entsteht vor Ort. Sie muss gemeinsam gestaltet werden von Verantwortlichen an den Schulen, bei ihren Partnern und in der Bildungsverwaltung. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg ist dafür wichtig, weil alle vor ähnlichen Fragen und Herausforderungen stehen – vom digitalen Wandel bis hin zur individuellen Förderung.“

Der Kongress wird gefördert durch eine Kooperation der Programme „LiGa – Lernen im Ganztag“ und „Ganztägig bilden“, insbesondere durch die Stiftung Mercator. Der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip, sagt: „Die Qualität des Ganztags in Deutschland muss sich in der Breite verbessern. Das Mehr an Zeit für Bildung kann dann dafür genutzt werden, Schüler besser zu motivieren und individuell zu unterstützen, damit sie unabhängig von ihrer Herkunft erfolgreich sind. Dies bedarf einer gemeinsamen Anstrengung von Politik und Gesellschaft, zu der auch wir als Stiftungen beitragen wollen.“

Presseinformationen und Fotos von der Veranstaltung stehen ab Mittwoch, den 27. September 2017 ab 13.00 Uhr als Download unter Pressefotos zur Verfügung.

Pressekontakt:
Anne Stienen
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Programmkommunikation
E-Mail: anne.stienen@dkjs.de
Tel.: 030 25 76 76 -815

Hintergrund:
Der Ganztagsschulkongress findet bereits zum zwölften Mal statt und wird in diesem Jahr ermöglicht durch eine Kooperation der Programme „LiGa – Lernen im Ganztag" und „Ganztägig bilden“ unter Mitwirkung aller Bundesländer. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), die Stiftung Mercator und zahlreiche Partner fördern mit diesen beiden Programmen die Qualitätsentwicklung von Ganztagsschulen in Deutschland. Die Programme umfassen u.a. Beratungs- und Qualifizierungsangebote sowie den Austausch in schulischen Netzwerken.

Weitere Informationen zum Kongress und zu den beiden Programmen „LiGa – Lernen im Ganztag“ sowie „Ganztägig bilden“ finden Sie unter www.lernen-im-ganztag.de und www.ganztaegig-lernen.de.

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